Internet ohne Vertragslaufzeit – Anbieter und Tarife im Vergleich

Internet ohne Vertragslaufzeit

Internet ohne Vertragslaufzeit

Wenn Sie beim Internetanschluss flexibel bleiben wollen, bieten sich Tarife ohne feste Vertragsbindung an. Die Auswahl potentieller Anbieter ist in diesem Segment leider sehr überschaubar. Bei den in Deutschland am häufigsten nachgefragten DSL Anschlüssen wird Internet ohne Vertragslaufzeit gerade einmal von 1&1 und von der Telefónica Marke O2 angeboten (auf Bundesebene). Darüber hinaus gibt es kleinere regionale Anbieter. Zu nennen ist hier unter anderem M-NET im Großraum München. Für weitere regional beschränkte Angebote nutzen Sie bitte den Postleitzahl basierten Verfügbarkeitscheck. Erhältlich sind Internetanschlüsse mit einer Download-Geschwindigkeit von 6000, 8000 oder 16000 Kilobit pro Sekunde (KBit/s). Per VDSL werden in vielen Regionen auch Bandbreiten von 25, 50 oder 100 MBit/s angeboten. Die Übertragungsraten im Upload sind deutlich langsamer. Immer mit dabei ist auch ein Festnetz-Telefonanschluss. Reine Datenflatrates gibt es derzeit bei keinem großen deutschen DSL Anbieter. Was Sie in puncto Leistungsspektrum und Tarifkonditionen beachten sollten, erfahren Sie weiter unten im Abschnitt zum jeweiligen Anbieter.


1&1 DSL Tarife mit und ohne Festnetz Flatrate

Beim westerwälder DSL Anbieter 1&1 gibt es im Gegensatz zu O2 nach wie vor sowohl Internetverträge mit als auch ohne Festnetz Flat. Wer vorrangig mit dem Handy telefoniert ist der Surf-Flat 6000 besser beraten als mit einem der Doppel-Flat Pakete des Unternehmens. Erhältlich sind diese mit Geschwindigkeiten von 6 MBit/s, 16 MBit/s oder als VDSL 50 Anschluss. Alle Surf- und Doppel-Flat Tarife von 1&1 lassen sich mit und ohne Mindestvertragslaufzeit bestellen. Der monatlich Grundpreis bleibt gleich. Die Kündigungsfrist bei 1&1 beträgt 3 Monate. Eine Drosselung der Übertragungsrate, wie sie von O2 angewendet wird, gibt es bei den 1&1 Surf-Flat und Doppel-Flat Verträgen nicht. Das heißt egal wie viel Sie im Internet surfen, egal wie viele Daten Sie aus dem Internet laden – die technisch maximal mögliche Geschwindigkeit des gebuchten Internettarifs steht unbegrenzt zur Verfügung.

Monatlich kündbare O2 DSL Anschlüsse nur noch mit Drosselung

Internet Flat ohne Drosselung

Nicht bei O2 – Internet Flat ohne Drosselung

Der zur spanischen Telefónica gehörende Mobilfunk- und Internetanbieter O2 bietet in Deutschland ebenfalls DSL Anschlüsse mit verschiedenen Geschwindigkeiten an. Bestellen lassen sich aktuell DSL Anschlüsse mit 8000 oder 16000 KBit/s im Download sowie ein VDSL 50 Angebot mit einer maximalen Übertragungsrate von 50 MBit/s. Im Upload lassen sich Bandbreiten von 1024 KBit/s bzw. bei VDSL 10000 KBit/s erreichen. Die Tarife tragen die Bezeichnung O2 DSL All-in S, M und L und lassen sich auf Wunsch ohne Vertragslaufzeit bestellen. Zum Leistungsumfang aller drei Pakete gehört neben einem DSL Anschluss auch ein Telefonanschluss sowie eine Flatrate für Anrufe ins Festnetz sowie alle deutschen Handynetze (besser bekannt als Allnet Flat). Wer einen Tarif ohne Festnetz Flat bevorzugt, sucht bei O2 vergeblich. Darüber hinaus gibt es bei O2 ein weiteres Thema, welches bei Vertragsabschluss beachtet werden sollte – die Drosselung.
Ab voraussichtlich Juli 2014 ist von Telefónica für die O2 DSL Anschlüsse eine Drosselungsregelung vorgesehen. Beim 8 MBit/s Tarif All-in S wird ab 100 MBit/s Datenvolumen die Geschwindigkeit des Internetanschlusses künstlich auf maximal 2 MBit/s gedrosselt. Bei den beiden Tarifen O2 DSl All-in M und L mit DSL 16000 und VDSL 50000 Anschluss greift die Einschränkung ab 300 Gigabyte. Wirksam wird die Drosselung aber erst, sobald die Datengrenze drei aufeinander folgende Monate überschritten wird. In diesem Fall steht O2 Kunden ab dem vierten Monat auch hier nur noch ein DSl Anschluss mit maximal 2000 KBit/s zur Verfügung. Zunächst sprach das Unternehmen hier von einer „Fair-Flat“ Regelung. Mittlerweile hat der Anbieter im Sprachgebrauch umgeschwenkt und betitelt die Regelung als „Fair-Use-Vorteil“. Optional bietet O2 die Möglichkeit eine unbegrenzte Internet Flat ohne Drosselung zu buchen. Der Aufpreis für die entsprechende Option „DSL Upgrade Unlimited“ beträgt 14,99 Euro pro Nutzungsmonat. Alternativ lässt sich das ungedrosselte Datenvolumen auch nur um 100 GB aufstocken. Für das „DSL Upgrade 100 GB“ fallen Zusatzkosten in Höhe von 4,99 Euro an. Beide Optionen sind jeweils monatlich mit einer Frist von vier Wochen kündbar.

FAQ – Häufige Fragen zum Thema DSL ohne Vertragsbindung

Welche Möglichkeiten gibt es um ohne Vertragslaufzeit ins Internet zu gehen?

Prinzipiell stehen verschiedene Technologien zur Verfügung um zu Hause oder unterwegs ins Internet gehen zu können. Bei der stationären Nutzung in Privathaushalten haben sich insbesondere DSL und Internetanschlüsse über das Kabelnetz als populärste Technologien etabliert. Satelliten- und Mobilfunk gestützte Lösungen (UMTS, LTE) spielen in privaten Haushalten eine eher untergeordnete Rolle. Monatlich kündbare Angebote ohne Vertragslaufzeit gibt es dabei nur bei DSL Anbietern. Um unterwegs im Internet zu surfen gibt es mittlerweile zahlreiche Mobilfunkanbieter, die ihre Verträge auch ohne langfristige Bindung verkaufen.

Kann man bei jedem Internetanbieter auch Tarife ohne Vertragslaufzeit buchen?

Nein, eine gesetzliche Verpflichtung einen Internetanschluss auch ohne Vertragslaufzeit anbieten zu müssen gibt es nicht. Das deutsche Telekommunikationsgesetz, kurz TKG, schreibt in § 43b lediglich vor, dass die anfängliche Mindestlaufzeit bei von Privatkunden (Verbrauchern) abgeschlossenen Verträgen nicht länger als 24 Monate betragen darf. Darüber hinaus sind Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten verpflichtet auch einen Vertrag mit einer Mindestlaufzeit von höchstens 12 Monaten anzubieten. Dieser Verpflichtung kommen die deutschen DSL, Kabel und Mobilfunkanbieter teilweise aber nur auf Nachfrage nach. Zudem werden Einjahresverträge regelmäßig zu deutlich unattraktiveren Konditionen im Vergleich zu Zweijahresverträgen angeboten.

Sind DSL bzw. Internettarife ohne lange Vertragsbindung teurer?

Ja, die zusätzlichen Kosten bewegen sich aber auf einem vertretbaren Niveau. Die beiden DSL Anbieter, namentlich 1&1 und O2, berechnen bei kurzfristig kündbaren die gleichen Grundgebühren wie bei Zweijahresverträgen. Die einmaligen Einrichtungsgebühren sowie die Kosten für die obligatorische DSL Hardware können aber, je nach aktueller Aktion, höher sein. Einen aktuellen, zum Teil einfacheren WLAN-Router erhalten Sie aber auch bei Bestellung von DSL ohne Vertragslaufzeit. Der Grund hierfür ist einfach – umfangreich ausgestattete Marken-Hardware (AVM FritzBox bei 1&1) gibt es nicht geschenkt. Bei Zweijahresverträgen wird diese subventioniert und über die Laufzeit des Vertrages „abbezahlt“. Bei Kunden, die sich nicht an einen Internetanbieter binden wollen besteht die Gefahr, dass der WLAN-Router aufgrund der kurzen Laufzeit nicht abbezahlt werden kann und der Provider auf den Hardwarekosten sitzen bleibt. Dem entsprechend erhalten Neukunden hier etwas günstigere Geräte (gilt für 1&1). O2 geht einen etwas anderen Weg. Hier wird ein WLAN-Router während der Vertragsdauer kostenlos zur Verfügung gestellt. Dieser muss nach Kündigung des Anschlusses wieder an den Anbieter zurück gesendet werden. Andernfalls wird das gerät in Rechnung gestellt. Alternativ können Sie auch ein bereits vorhandenes Gerät anschliessen.

Gibt es weitere Nachteile, die gegen einen jederzeit kündbaren Tarif sprechen

Ja, die gibt es. Zumindest wenn für Sie die bei Zweijahresverträgen teilweise angebotenen Zusatzdienste einen echten Mehrwert darstellen. 1&1 Kunden erhalten bei Laufzeitverträgen beispielsweise bis zu vier kostenlose Handy Internet Flats und leistungsfähigere Marken-Hardware. Ebenfalls ausschließlich mit Zweijahresvertrag gibt es die Zusatzleistungen Sofort-Start-Option und der Zugriff auf das Maxdome Entertainment Paket. O2 belohnt bindungswillige Neukunden regelmäßig mit zusätzlichen Preisnachlässen in Form von Willkommensboni oder einem kostenloser WLAN-Router.